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Thomas Geus

Das einzig sichere ist der Augenblick und den gilt es zu leben ... wichtig ist doch, dass wir Verantwortung übernehmen und so handlungsfähig bleiben - wie ein Lebens-Unternehmer ... nach dem Motto: Think and act like a leader!

E-Mail: thomas@brainfoodforleaders.com

Der Feind in mir … der den Frieden stört | Teil 2

In der biblischen Seelenkunde wird erläutert, dass Hiob eine Traumgestalt ist und einen bestimmten Menschentypus beschreibt. Und dieser Typus lebt in jedem von uns. Man meint den Feind, den Störenfried, den der Mensch in sich selber hat. Es ist die Auseinandersetzung von Gut und Böse in uns. Ein Kampf, der immer wieder in uns stattfindet.

Denn wir haben nicht nur das Konstruktive sondern auch das Destruktive in uns. Manchmal unterdrücken wir es, manchmal bricht es aus uns heraus. Und dort wo es zum Vorschein kommt, dort mag ich mich selber nicht, ist es mir immer wieder ein Ärgernis. Und doch ist es da, auch wenn ich es wegdrücke, nicht wahrhaben will.

Es ist der Widerspruch, den wir in uns spüren. Die Wahrheit, die ich mir so mühsam zusammenkonstruiert habe, wirft eigentlich viele Widersprüche auf. Es ist immer ein Gegensatz da, und ich kann mich mit meinem Leben nicht zufriedengeben, wenn ich mich nicht mit dem Störenfried, der es immer hinterfragt, aufwühlt, bedroht, auseinandersetze. Denn: „Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“.

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Hier geht’s zur Teil 1 „Der Feind in mir – der den Frieden stört“

Der Feind in mir … der den Frieden stört | Teil 1

Wenn man so auf sein Leben schaut, verändert sich doch vieles – wenn nicht alles. Der Körper, die Erwartungen an das Leben, Lebensziele, Pläne, Meinungen, Ideen, Vorstellungen, Hoffnungen, die Art und Weise des Denkens und Fühlens. Beziehungen verändern sich oder lösen sich auf, Freundschaften entstehen, entwickeln sich und enden. 

Unvorhersehbare Schicksalsschläge greifen in das Leben ein, bedrohen es. Eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Immer wieder Probleme und Störungen – ob ich das will oder nicht – ich werde nicht gefragt. Es passiert einfach. 

Wenn wir in Schwierigkeiten sind – und irgendwie sind wir immer in irgendwelchen Schwierigkeiten – meldet sich bei uns als erstes ein Bedürfnis, den Sinn dessen, was uns geschieht, zu erfahren. Die erste Frage ist „Warum ich?“, doch darauf findet man selten eine befriedigende Antwort – wie denn auch – was ist denn daran schon sinnvoll – und dann taucht irgendwann die Frage auf „Wie damit umgehen?“

Dass ich den Feind, den Störenfried in mir selber habe, das vergesse ich gerne, verdrängen es. Und man weiß heute, dass sich das, was man verdrängt, umso nachdrücklicher in einem zu Wort meldet.

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Lebens-Skript – Der unbewußte Lebensplan

Von Kindesbeinen an gibt es Menschen um uns herum, die uns sagen, was wir zu tun und zu lassen haben. Die eigenen Eltern fangen damit in aller Regel an und legen so den Grundstein, dann folgen Lehrer, Lebenspartner, Vorgesetzte und auch das Unternehmen, in dem man arbeitet. Alle stellen für uns verbale und non-verbale Regeln, Gebote, Prinzipien, Verbote und Leitlinien darüber auf, wie wir uns zu verhalten haben.

Wohl gemerkt, auch wir wirken in unseren Rollen als Eltern, Partner, Führungskraft, auf unsere Umwelt ein.

Im diesem Podcast erhältst Du einen Einblick in drei TA-Konzepte, die sich mit der Frage, wie das Verhalten eines Menschen mit seiner Vergangenheit – die TA spricht hier von Lebensdrehbuch – zusammenhängt.

  • Lebens-Skript – Der unbewußte Lebensplan
  • Antreiber und innere Stessoren – kritische Eltern-Botschaften
  • Erlaubnisse – unterstützende Eltern-Botschaften

Literatur:

  • Berne, Eric: Was sagen Sie, nachdem Sie `Guten Tag´ gesagt haben?, Fischer-Taschenbuch Verlag, 1995
  • Berne, Eric: Spiele der Erwachsenen, rororo, 1970
  • Gührs, Manfred/Nowak Claus: Ein Leitfaden für Beratung, Unterricht und Mitarbeiterführung mit Konzepten der Transaktionsanalyse, Limmer Verlag, 1995
  • Harris, Thomas A.: Ich bin o.k. – Du bist o.k., Reinbek bei Hamburg, rororo, 1997
  • Stewart, Ian, Joines, Vann: Die Transaktionsanalyse – Eine Einführung in die TA, Herder, 1990

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Psychologische Spiele und Drama-Dreieck – unser Bedürfnis nach Beachtung

Eric Berne hat in seinem Buch „Spiele der Erwachsenen“, Spiele definiert, als:

Eine fortlaufende Reihe einfacher verdeckter Transaktionen, die zu einem gut erkenntlichen, vorhersehbaren Ausgang führen. Dieser vorhersehbare Ausgang oder „Nutzeneffekt“ besteht aus einem schlechten Gefühl bei einem oder allen am Spiel beteiligten. 

Berne hat hierfür eine Spielformel entwickelt:

Spieleinladung des ersten Spielers als attraktive Falle + das Spielinteresse und der „Wunde-Punkt“ des zweiten Spielers = eine Reihe von scheinbar harmlosen Transaktionen —> Wechsel des Ich-Zustandes —> Moment der  Irritation —> Auszahlung als Nutzeneffekt

Bei der Analyse von psychologischen Spielen lassen sich drei verschiedene Rollen beschreiben. Die Dynamik, die im Zusammenspiel dieser Rollen entsteht, wird in der TA als Drama-Dreieck bezeichnet.

  • Verfolger
  • Retter
  • Opfer

Literatur:

  • Berne, Eric: Was sagen Sie, nachdem Sie `Guten Tag´ gesagt haben?, Fischer-Taschenbuch Verlag, 1995
  • Berne, Eric: Spiele der Erwachsenen, rororo, 1970
  • Gührs, Manfred/Nowak Claus: Ein Leitfaden für Beratung, Unterricht und Mitarbeiterführung mit Konzepten der Transaktionsanalyse, Limmer Verlag, 1995
  • Harris, Thomas A.: Ich bin o.k. – Du bist o.k., Reinbek bei Hamburg, rororo, 1997
  • Stewart, Ian, Joines, Vann: Die Transaktionsanalyse – Eine Einführung in die TA, Herder, 1990

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Transaktionen – ein Erklärungsmodell für zwischenmenschliche Kommunikation

In dieser kleinen Episodenreihe stelle ich einige Grundkonzepte der Transaktionsanalyse vor, die vielleicht neugierig auf mehr machen können. Die Transaktionsanalyse, ist ein vom amerikanischen Psychoanalytiker Eric Berne im 20. Jahrhundert entwickeltes psychotherapeutisches Verfahren, das uns eine bessere Einsicht in die unterschiedlichen Beziehungen zu anderen und zu uns selbst gibt.

Als ein Erklärung-Modell für zwischenmenschliche Kommunikation bietet die Transaktionsanalyse die sogenannten Transaktionen an. Transaktionen sind der Namensgeber der TA. Sie befassen sich mit dem, was in der Kommunikation zwischen zwei Menschen abläuft.

Eric Berne definiert eine Transaktion als „kleinste, vollständige Grundeinheit der Kommunikation“. Sie besteht aus einem Stimulus (einer Bemerkung, einer Frage, einer Gestik) und einer darauf folgenden Reaktion (Antwort). Transaktionen werden sowohl verbal als auch nonverbal (Körpersprache) geäußert. 

Berne hat drei Kommunikationsmuster beschrieben, denen unsere Kommunikation folgt

  • Parallel-Transaktionen
  • Kreuz-Transaktionen
  • Verdeckten Transaktionen

Literatur:

  • Berne, Eric: Was sagen Sie, nachdem Sie `Guten Tag´ gesagt haben?, Fischer-Taschenbuch Verlag, 1995
  • Berne, Eric: Spiele der Erwachsenen, rororo, 1970
  • Gührs, Manfred/Nowak Claus: Ein Leitfaden für Beratung, Unterricht und Mitarbeiterführung mit Konzepten der Transaktionsanalyse, Limmer Verlag, 1995
  • Harris, Thomas A.: Ich bin o.k. – Du bist o.k., Reinbek bei Hamburg, rororo, 1997
  • Stewart, Ian, Joines, Vann: Die Transaktionsanalyse – Eine Einführung in die TA, Herder, 1990

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Ich-Zustands-Modell – Das Persönlichkeitsmodell der Transaktionsanalyse

Wann immer Menschen zusammenkommen, können wir beobachten, dass sie sich unterschiedlich verhalten, wobei sogar ein- und derselbe Mensch beispielsweise während eines Gesprächs seinen Verhaltensstil – manchmal auch überraschend schnell – ändern kann.

Einmal gibt er sich kreativ und ideenreich oder zurückhaltend und angepasst oder trotzig und rebellisch dann wieder kritisierend und herablassend oder fürsorglich und unterstützend, dann wieder sachlich, rational und problem-lösungsorientiert.

Diese Verhaltensweisen ordnet die Transaktionsanalyse (TA) verschiedenen Persönlichkeitsbereichen, den sogenannten Ich-Zuständen, zu.

Ein Ich-Zustand ist die Gesamtheit von zusammenhängenden Verhaltensweisen, Denkmustern und Gefühlen. Es ist die Art und Weise, in der wir einen Teil unserer Persönlichkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt äußern.

Dabei werden folgende Ich-Zustände unterschieden:

  • Kind-Ich (K) (freies: fK, angepasstes: aK, rebellisches: rK)
  • Eltern-Ich (EL) (fürsorgliches: fEL, kritisches: kEL)
  • Erwachsenen-Ich (ER)

Die Transaktionsanalyse symbolisiert die Ich-Zustände in Form von drei übereinander angeordneten Kreisen.

Literatur:

  • Berne, Eric: Was sagen Sie, nachdem Sie `Guten Tag´ gesagt haben?, Fischer-Taschenbuch Verlag, 1995
  • Berne, Eric: Spiele der Erwachsenen, rororo, 1970
  • Gührs, Manfred/Nowak Claus: Ein Leitfaden für Beratung, Unterricht und Mitarbeiterführung mit Konzepten der Transaktionsanalyse, Limmer Verlag, 1995
  • Harris, Thomas A.: Ich bin o.k. – Du bist o.k., Reinbek bei Hamburg, rororo, 1997
  • Stewart, Ian, Joines, Vann: Die Transaktionsanalyse – Eine Einführung in die TA, Herder, 1990

                       

Mitarbeiterbeurteilungsgespräche führen – einige Anregungen

In der betrieblichen Praxis gibt einige Bedenken und Vorbehalte gegen das formale Beurteilungsgespräch. Die Frage lautet „warum?“

Täglich beurteilen wir unsere Mitmenschen und sei es nur scheibchenweise. Hier ein Scheibchen Kritik oder Ungeduld, dort ein Scheibchen Lob und Anerkennung. 

Wenn etwas Alltäglich ist: Warum gibt es dann immer wieder Widerstände gegen ein offenes Beurteilungsgespräch als Führungshilfe?

Haben wir vielleicht ungute Erinnerungen an Kritik und Bestrafungen aus unserer Kindheit, an strenge und uneinsichtige Lehrer oder Chefs?

Fühlen wir uns unsicher mit unseren Argumenten und Begründungen? Fürchten wir um unsere Autorität, wenn der Mitarbeiter zur berechtigten Gegen-Kritik ansetzt?

Oder fehlt nur die Übung – hier lässt sich allerdings Abhilfe schaffen – durch Üben.

Es gibt sicher einige Gründe, Beurteilungsgespräche für eine schwierige Führungsaufgabe zu halten, aber keinen Grund, sie zu unterlassen.

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Mitarbeiterbeurteilung – doch wer beurteilt den Beurteiler?

Wer kennt sie nicht, die Beurteilungsgespräche mit dem Vorgesetzten, die meist einen schalen Beigeschmack hinterlassen und die Unzufriedenheit und Frustration nur noch mehr verstärken. Wer kennt sie nicht, diese substanzlosen, diffusen Einschätzungen der Arbeitsleistung beim jährlichen Mitarbeitergespräch. Wer kennt sie nicht diese einmal im Jahr stattfindenden Diskussionen über die Kreuzchen auf den nichtssagenden Bewertungsskalen. 

Die Beurteilung der Mitarbeiterleistung ist eine der primären Aufgabe von Führungskräften. Bei der Beurteilung erhält der Mitarbeiter Rückmeldung zu seiner Leistung und zu seinem Verhalten bei der Leistungserbringung,  sowie Anregungen zu Veränderungen und zu seiner Weiterentwicklung. Die Beurteilung ist häufig auch Bemessungsgrundlage für leistungsabhängige Entlohnungsbestandteile.

Ein Nachteil dieser Form der Fremdbeurteilung liegt darin, dass Urteile über eine andere Person meist mehr über den Beurteiler oder die Beziehung des Beurteilers zur beurteilten Person aussagen. 

Also wer überprüft den Beurteiler bei seiner Mitarbeiterbeurteilung?

Bei Beurteilungen spielen Wahrnehmungsverzerrer und Störfaktoren eine wichtige Rolle und sind vom Beurteiler immer wieder zu beachten. Hier eine kleine Auswahl:

  • Vorurteile und der ersten Eindrucks
  • Das Andorra Phänomen – man wird so, wie man beurteilt wird
  • Der Pygmalioneffek – Sich-selbsterfüllende Prophezeihung
  • Projektionen – Suche nach einem Sündenbock
  • Das eigene Menschenbild
  • Halo-Effekt – Wenige Eindrücke überstrahlen die Beurteilung

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Das Leben – einige flüchtige Gedanken

Die Geschichte eines Suchenden von Jorge Bucay

Wir zerlegen die Zeit in Einheiten und messen sie mit unseren Uhren und Kalendern. Das Leben, die Prozesse des Werdens und Vergehens werden so in objektiv gleiche, kleine, quantitative Einheiten von Tagen, Stunden, Minuten und Sekunden zerlegt. Alles ist auf das Genaueste vermessen.

In den alten Überlieferungen wird vom „Rad der Zeit“ erzählt.

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Jede Ent-Täuschung ist eine Täuschung

Wenn ich Dich jetzt bitten würde, einmal aufzuschreiben, welche Emotionen Du in letzter Zeit gespürt hast. Dann würden vermutlich auf deinem Zettel Begriffe wie Freude, Ärger, Wut, Zorn, Trauer, Angst … stehen. Wenn Du nun einmal nachforschen würdest, welche Ereignisse oder Situationen die Auslöser oder Gründe für die negativen Emotionen waren, dann findest Du vermutlich mit hoher Wahrscheinlichkeit heraus, dass es sich hier um Enttäuschungen handelt. Enttäuschung über andere, Enttäuschung über dich selbst.

Im menschlichen Leben sind Enttäuschungen und Frustrationen unausweichlich. Frustrationen gelten heute als ein wichtiger Anreiz für unsere Entwicklung. Kleine Frustrations-Reize wecken die Lebenstätigkeit, zu große beeinträchtigen oder zerstören sie. Das haben wir sicher alle schon einmal erlebt.

Wer bereits viel Frustrationstoleranz entwickeln konnte, wird in seiner Ausdauer und Willenskraft durch Erfolge gestärkt. Wer hingegen schnell aufgibt und sich vermeindlich befriedigenderen Situationen  zuwendet, hat auf Dauer weniger Erfolgserlebnisse und ist daher mehr und mehr auf schnelle Belohnungen angewiesen.

Frustrationstoleranz gilt deshalb als wesentliches Zeichen der Reife und Anpassungsfähigkeit eines Menschen. 

Eine hohe Frustrationstoleranz stärkt somit unsere Resilienz. 

Hier geht’s zu den Achtsamkeit-Podcasts von Dr. Theresia Tauber

Welche Meditation hilft, wenn ich mich mies fühle?

Gute Frage: Woher weiß ich, was ich wirklich denke?

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