Der Körper reagiert auf die Gedanken

Der Körper-Geist-Dualismus führt manchmal zu Problemen, denn wir sind ja eine Einheit und können davon ausgehen, dass unsere Psyche und unser Körper zusammenwirken und miteinander kooperieren. Und nur aus diesem Zusammenwirken kann Gesundheit und Wohlbefinden entstehen.

Genau genommen kann kein einziger Gedanke ohne körperliche Reaktion gefasst werden. Sobald wir denken, sind bestimmte Bereiche unserer Hirnzellen aktiv. Elektrische Impulse rasen an den Nerven entlang, chemische Reaktionen finden statt: So werden Hormone und Botenstoffe, die so genannte Neurotransmitter, ausgestoßen und zwar genau in den Mengen, die für mich in diesem Moment angemessen sind. Ohne, dass ich dabei bewusst darüber nachdenke – zum Glück. Denn das würde mich – also den analytischen Denker – heillos überfordern.  

Aber –  woher weiß der Körper eigentlich, welche und wie viel er von den einzelnen Substanzen braucht? Warum ist genau diese Zusammensetzung jetzt für meinen körperlichen und seelischen Zustand erforderlich und nützlich?

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Literaturempfehlung: Bauer, Joachim (2006): Das Gedächtnis des Körpers, Piper

Gute Frage: Woher weiß ich, was ich wirklich denke?

Wieso sollte eine wissen wollen, was sie denkt? Naja, weil Entscheidungen doch scheinbar auf dem basieren, was Du über einen Sachverhalt denkst. Das stimmt aber nicht ganz. Oft glaubst Du, dass Du so oder so über eine Sache denkst und dann tust Du Dinge, die dem völlig widersprechen. Oder Du quälst Dich mit einer Entscheidung ab, weil Du einfach nicht herausfinden kannst, was Du wirklich WIRKLICH zu diesem Thema denkst. Das alles hat natürlich mit unserer Gehirnstruktur zu tun und damit, welche Teile unseres Gehirns wirklich Entscheidungen treffen. So lange „Denken“ sich nur auf Lesen, Schreiben und Rechnen etc. bezieht, ist hauptsächlich unser Neocortex (die Großhirnrinde) zuständig, wie bei allen rein rationalen Denk-Operationen. Sobald Wertvorstellungen, Motivation, Interesse usw. ins Spiel kommen, ist die Großhirnrinde aber nicht mehr als bloß der „Pressesprecher“ für viel ältere Gehirnteile, in denen die Entscheidung fällt. (Danke, für das Wort, liebe Esther und Johannes Narbeshuber, es steht in eurem deutschsprachigen Buch „Mindful Leader“ (ISBN 978-3-426-29293-8) auf Seite 48)

In den 8 Minuten meines Podcast stelle ich Dir drei einfache Praktiken vor, mit denen Du besser herausfinden kannst, was Du wirklich „denkst“ bzw. willst.

Deinen Körper und seine nonverbalen Botschaften kannst Du durch Bodyscan Übungen besser kennenlernen. Hier eine von mir auf YouTube: https://youtu.be/gf8KD1fMUpI (englisch) und eine Übung zum Atmen mit dem ganzen Körper auf Deutsch in YouTube https://youtu.be/srDdRimXU_c

Mehr Details zu der Übung „Listening to the Universe“ in Otto Scharmers eigener Version findest Du in folgendem Buch: Scharmer, Otto; The Essentials of Theory U, (ISBN 978-1-5230-9440-0) S. 121/ 122.

Die Übung „Journaling“, die ich im Podcast beschreibe, ist immer super, wenn Du 3 Minuten Zeit hast und Dir selber und Deinen Gedanken auf die Schliche kommen möchtest. Für alltägliche Fälle eignen sich zum Beispiel folgende Impulse gut:

„Ich freue mich heute, dass…“ / „Wenn ich so an das denke, was ich heute gemacht habe, dann…“ / „Ich würde gerne einmal jemandem sagen…“ / „Ich bin stolz darauf….“ / „Es macht mir zu schaffen, dass…“ / „Ich möchte endlich einmal danke sagen…“ / „Heute gab es eine Begegnung, die…“ / „Ich vermute, dass ich heute…“ / „Ich frage mich neuerdings…“ oder ganz einfach „Immer wieder….“

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Nur keine schlafenden Hunde wecken

Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einer Führungskraft. Sie erzählte mir von einer anstehenden, großen Umorganisation im Unternehmen. Auch ihr Verantwortungsbereich würde davon in erheblichem Ausmaß betroffen sein.

In meiner Naivität sagte ich, dass das ja eine gute Chance sei, die Mitarbeiter frühzeitig in den Veränderungsprozess mit einzubeziehen. 

Die Antwort: „Oh nein, wo denken Sie hin, das ist noch viel zu früh und ich will ja keine schlafenden Hunde wecken und niemanden verunsichern.“ 

„Ach ja“, sagte ich, „zum einen sind Mitarbeiter keine Hunde und falls noch einer ihrer Mitarbeiter schläft, dann sollten Sie Ihn möglichst bald aus seinem Tiefschlaf wecken. In den nächsten Wochen und Monaten brauchen Sie wache und aufgeweckte Mitarbeiter.“

Wie das Gespräch weitergegangen ist …

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Gute Frage: Wann hat Warten ein Ende? Zweite Antwort

Auf die „Gute Frage“ zum Thema Warten gibt es mehr als nur eine Antwort. Meine Antwort heute konzentriert sich auf das Phänomen „Gegenwart“. Immer da, wo Du ganz präsent bist, ganz gegenwärtig, gibt es kein Warten. Das ist kein trendiges Gerede, ich habe es in echten Extremsituationen selbst erfahren. „In der Gegenwart sein“ bedeutet Vertrauen, bedeutet Ehrlichkeit. Und erlöst vom Warten genauso wie von der gruseligen Begleitmusik: Wut, Hilflosigkeit, Angst.

Meine erste Antwort findest Du hier: https://www.brainfood-for-leaders.com/gute-frage-wann-hat-das-warten-endlich-ein-ende/

Mehr zum Thema „Präsenz“ findest Du in folgendem Buch, Seite 100, Kapitel „Präsenz und ihre vier positiven Effekte“:  Narbeshuber, Esther und Johannes; Mindful Leader; Wie wir die Führung für unser Leben in die Hand nehmen und uns Gelassenheit zum Erfolg führt. Auf dieser Seite ihrer Homepage ist der Link zum Buch https://www.mindfulleadership.at/meditationsanleitung/

Ein 2-Minuten Statement von Jon Kabat-Zinn zum Thema “Acceptance of the Present Moment“, wo es auch darum geht, sich neue Handlungsspielräume zu eröffnen https://youtu.be/99WMyWD9qm0 und ein 4- Minuten Statement, inwiefern ihm Mindfulness Meditation hierbei hilft https://youtu.be/iGJLNNYUXYk

Wenn Du Achtsamkeits-Meditation einmal ausprobieren willst, findest Du hier Einsteiger-Übungen von mir als Video
Den Atem kennenlernen: https://youtu.be/u7rfhTMzyOA  
Atem zählen: https://youtu.be/RfPrOXvw6H0  
Atmen und sehen: https://youtu.be/ZPa-SwMkAGo  

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Gute Frage: Wann hat das Warten endlich ein Ende?

Warten ist schon immer ein Reizthema. Ohnmacht, Aggression, Angst, mindestens aber Unsicherheit, sind die „Begleitmusik“. Es geht auch anders. Du musst nicht im Warten gefangen sein. Hast Du fünf Minuten und 22 Sekunden? So lange brauche ich für meine erste Antwort auf diese „Gute Frage“.

Danke an Rainer Pieritz https://www.zwischenraum.org/institut/leitung/ , unerschöpfliche Quelle von Ideen für immer neue Handlungsspielräume, wo andere nur Zwänge sehen.

Eine zweite Antwort auf diese Frage habe ich inzwischen auch veröffentlicht und zwar hier: https://www.brainfood-for-leaders.com/gute-frage-wann-hat-warten-ein-ende-zweite-antwort/

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Was die Verbundenheit mit uns macht

Beziehungsforscher haben die unterschiedliche Art und Weise, wie wir mit anderen umgehen und was wir von ihnen erwarten, zu so genannten Bindungsstilen zusammengefasst. Wesentlich geprägt wird diese Verbundenheit insbesondere in der Kindheit. So können auch Kinder, die in alles andere als förderlichen Lebensumständen aufwachsen, einen sicheren Bindungsstil entwickeln, wenn es zumindest eine Bezugsperson gibt, deren Augen allein durch die Existenz des Kindes zum Leuchten gebracht wurden.

  • Sichere Bindung
  • Unsicher-vermeidende Bindung
  • unsicher-ambivalente Bindung
  • unsicher-desorganisierte Bindung

Zahlreiche Forschungen haben diese Bindungsstile bestätigt und man ist sich heute ihrer weitreichenden Auswirkungen bis ins Erwachsenenleben sicher. 

Literatur:

Bowlby, J. (2010a): Bindung als sichere Basis. Grundlagen und Anwendung der Bindungstheorie. München: Ernst Reinhardt, GmbH & Co KG.

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Warum es sich lohnt, ressourcenorientiert zu führen

„Warum es sich lohnt, ressourcenorientiert zu führen?“ Eine Frage über die man eigentlich nicht mehr allzu sehr nachzudenken braucht. Denn die Antwort ist ja eindeutig „Es lohnt sich!“. Vieles spricht dafür und es ist doch  erstrebenswert, wenn Menschen ihre Potentiale, Stärken und Talente entdecken, entwickeln und nutzen. Das gilt für Erwachsene und Kinder gleichermaßen.

Doch manchmal höre ich in Workshops Äußerungen von Mitarbeitern: „Das Einzige was stört, ist unser Chef. Wenn er sich nicht immer einmischen würde, dann würde es besser laufen?“.

Eine ressourcenorientierte Führung geht davon aus, dass auch der Mitarbeiter die meisten Fähigkeiten zur Lösung seiner Aufgaben- und Probleme in sich trägt. Die Führungsaufgabe besteht nun darin, diese Mitarbeiter-Ressourcen zu entdecken, zu aktivieren und zu entfalten. Die Rolle der Führungskraft ist dann die eines Wegbegleiters, Prozesshelfers und eben „Potential-Entfalters“.

Auch im Führungsalltag brauche ich ein Verständnis und Gespür, wie Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeitsschwerpunkten fühlen, wahrnehmen und denken. Denn Führung sollte nicht nur die Ziele und Aufgaben im Blick haben sondern insbesondere die Menschen. In der Konsequenz heißt das, meine Mitarbeiter kennen lernen zu wollen, neugierig auf den Mitarbeiter, die Mitarbeiterin sein, offen sein, Vorbehalte bei Seite legen. Es heißt doch: Wir wissen vielen über unsere Mitarbeiter aber wir kennen sie nicht.

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Wenn Du Interesse an diesen Themen hast, findest du weitere Anregungen auf meinem Trainingsportal mytraintools.

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Beziehungen halten gesund … und machen krank

Wenn Du gefragt wirst, was Du Dir im Leben am meisten wünscht? Was steht dann bei Dir ganz oben auf der Wunschliste?

Am meisten wünschen sich die Menschen „Gesundheit“ – in Zeiten von Corona keine schlechte Idee – dicht gefolgt von „einer erfüllten Partnerschaft und Menschen, von denen man geliebt wird und die man auch liebt“. Auch das spüren die meisten von uns in dieser kontaktreduzierten Zeit besonders – einige sogar sehr leidvoll.

Ein ausgewogenes Sozialleben, gute Freunde, auf die man sich verlassen und für die man da sein kann, sind einer der wesentlichen Sinnstifter im Leben und damit ein wichtiger Faktor für ein gesundes Leben.

Die Quintessenz gleich vorweg: Das Leben in einer glücklichen und stabilen Partnerschaft und in einem vertrauensvollen Freundeskreis wirkt sich auf die Gesundheit und Lebenserwartung mindestens genauso, wenn nicht sogar viel stärker aus, als viele medizinischen Maßnahmen. 

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Wieso stimmt auch immer das Gegenteil? Antwort

Heute Morgen habe ich eine Episode zum selben Thema gepostet und etwas behauptet. Achtsamkeit hilft uns, aus unterschiedlichen Antworten, die scheinbar alle richtig sind, die Antwort herauszufiltern, die für die jeweils nächste Entscheidung im Handeln die “richtige” ist. Weil Achtsamkeit der Neigung entgegenwirkt, sich selbst die Hucke vollzulügen.

Heute Nachmittag behaupte ich eine gegenteilige Antwort und auch sie stimmt, soweit ich weiß. In mich hineinhorchen ist gut und richtig. Aber vor allem brauche ich hinreichend viele und unabhängige Informationen über das Feld, in dem sich meine Entscheidung bewegt.

Dieser Mini Podcast ist ein Plädoyer für die freie Presse, für Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, für einen Raum, wo nicht die Algorithmen der Suchmaschine Dich in der Blase immer gleicher Nachrichten halten.

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Gute Frage: Wieso stimmt immer auch das Gegenteil?

… und wie treffe ich dann “richtige” Entscheidungen?

Wir alle müssen ständig Dinge entscheiden: Was ist umweltfreundlicher für den Home Office Kaffee: Kapsel- oder eine Siebträgermaschine? Soll ich meiner Freundin nun sagen, dass ich sauer auf sie bin oder nicht? Soll ich die attraktive Aufgabe für ein Jahr im Ausland übernehmen, obwohl mein Partner nicht mitkommen kann? Soll ich den sicheren, lukrativen Job nehmen oder den, für den ich mehr brenne? Egal, welche Wahl Du triffst – es gibt fast immer auch gute Gründe fürs Gegenteil. Trotzdem musst Du ja meist eine Wahl treffen. Wie? In diesem Podcast teile ich meine Überlegungen mit Dir. Auch von denen stimmt vielleicht das Gegenteil. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass Du hoffentlich Ideen und Mut bekommst, mit mehr Selbstvertrauen Deine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Ein Tipp aus der Hirnforschung: In unserem Gehirn gibt es Neuronenschichten, die für die pure Wahrnehmung zuständig sind, und andere, die dafür zuständig sind, aus den wahrgenommenen Daten bzw. Empfindungen logische Erklärungen zusammenzubauen, die uns beim Entscheiden helfen sollen. Außerdem bilden sich Dein Wollen, Deine Wertvorstellungen, Deine Bedürfnisse usw. in anderen Hirnarealen ab, als die logischen Gedankenketten. Falls Du feststellst, dass Du Dir zu viele Dinge schönredest oder „gruseligredest“, anstatt die Fakten und ein gewisses Gesamtbild genau wahrzunehmen, dann kann Dir Achtsamkeits-Meditation helfen. Sie hat das Ziel, die Impulse aus den verschiedenen Gehirnteilen zusammenzubringen zu einem stimmigen Ganzen.

Mehr dazu findest Du in folgendem Buch, Seite 208, Kapitel „Achtsamkeit hilft, Entscheidungen umsichtiger zu treffen und leichter zu korrigieren:  Narbeshuber, Esther und Johannes; Mindful Leader; Wie wir die Führung für unser Leben in die Hand nehmen und uns Gelassenheit zum Erfolg führt. Auf dieser Seite ihrer Homepage ist der Link zum Buch https://www.mindfulleadership.at/meditationsanleitung/

Zum achtsamen Umgang mit inneren Persönlichkeits-Anteilen, die unterschiedliche Bedürfnisse vertreten und die für viele innere Konflikte zuständig sind, mehr in Kapitel 10 „Orientierung und Entscheidung“ bei Dietz, Ingeborg und Thomas; Selbst in Führung – Achtsam die Innenwelt meistern. Wege zur Selbstführung in Coaching und Selbst-Coaching, Paderborn 2011; https://www.junfermann.de/titel/selbst-in-fuehrung/42?affiliate_ref_id=317%2522%2520rel=%2522external%2522

Wenn Du Achtsamkeits-Meditation einmal ausprobieren willst, findest Du hier Einsteiger-Übungen von mir als Video-a bzw. Video-b bzw. Video-c

Beispiele über die verschiedenen „Richtigkeiten“ von umweltbewussten Entscheidungen habe ich hier gefunden: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/recycling-die-groessten-muell-mythen-des-alltags-1.3490012

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