Das Leben – einige flüchtige Gedanken

Jede Lebensphase hat so Ihre eigene Überschrift. In der Phase der Lebensmitte – ich bin 50 plus und damit schon über die Mitte hinaus – wird häufig Bilanz für den bisherigen Lebensverlauf gezogen. Erfolge, aber auch Fehlentscheidungen und Enttäuschungen werden deutlich. Häufig lohnt sich ein wertschätzender Blick zurück, bevor man sich der Gegenwart und der Zukunft widmet. Insbesondere da die kommende Zeit sich etwas gestaucht anfühlt.

Wenn wir älter werden, spüren wir immer stärker, dass wir sterblich sind und fangen an über unser Leben nachzudenken. Ist es ein glückliches Leben? War es erfolgreich? Hat es sich gelohnt? Was auch immer ich mit „lohnen“ und „Erfolg“ meine.

Vielleicht denke ich mit einem gewissen Lustgefühl daran, welchen Besitz ich angesammelt habe oder betrachte hohes Alter und Lebensqualität als Beleg für ein erfolgreiches Leben. Und natürlich will ich auch auf keinen Genuss und keine Bequemlichkeit verzichten, die ich mir nun einmal so hart erarbeitet habe.

Doch was ist der Sinn des Lebens? Wozu bin ich hier? 

Robert Walser: Sechzehnter Band: Träumen. Prosa aus der Bieler Zeit. 1913–1920 https://www.suhrkamp.de/buch/robert-walser-saemtliche-werke-in-zwanzig-baenden-t-9783518376164

Warum die EU dein Leben in Geld berechnet | beta stories | Doku | BR

https://www.youtube.com/watch?v=C5EUZw9COOc

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Resilienz

Resilienz wird verstanden als psychische Widerstandskraft, um beispielsweise mit den Belastungen und Turbulenzen des Lebens umgehen zu können und sich so eine seelische Gesundheit zu bewahren – also Widerstandskraft, Anpassungsfähigkeit, Regenerationsfähigkeit.

Resilienz ist ein dynamischer und lebenslanger Lern-Prozess, der sich im Laufe meines Lebens im Wechselspiel zwischen mir und meiner Umwelt entwickelt.

  • Wie stark sind deine Resilienz-Ressourcen entwickelt?
  • Wie gut findest Du bei Schwierigkeiten wieder das Gleichgewicht und einen Lösungsfokus?
  • Wie schätzt Du deine persönliche Widerstandsfähigkeit bei Krisen, Rückschlägen, Niederlagen und seelischen Verletzungen ein?

Hier geht es zu den Episoden von Dr. Theresia Tauber:

https://www.brainfood-for-leaders.com/gute-frage-woher-weiss-ich-was-ich-wirklich-denke/

https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-meditation-haelt-meine-konzentration-wach/

https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-mediation-unterstuetzt-soziale-beziehungen/

Mitgefühlmeditation

https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-meditation-macht-kreativ-vier-vorschlaege/

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Salutogenese – Was uns gesund erhält

Der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe und Stressforscher Aaron Antonovsky (1923-1994) ist der Begründer der Salutogenese.  Der Begriff Salutogenese setzt sich zusammen aus salus = Gesundheit und genese = Entstehung.

Antonovsky versuchte herauszufinden, warum Menschen trotz vieler potentieller Belastungen gesund bleiben. Sein Blick ergänzt den Krankheits-Fokus unserer klassischen Medizin „Wie entsteht Krankheit?“ um die präventiv nützliche Frage: “Wie und wodurch entsteht Gesundheit?

Die Salutogenese basiert auf drei Komponenten, die man auch als Fähigkeiten beschreiben kann.

  • Verstehbarkeit: Die Fähigkeit zu verstehen, was sich momentan in meinem Leben alles tut. Erlebe ich die Herausforderungen meiner Umwelt als verständlich, überschaubar und vorhersagbar? Wie beschreibe, erkläre, verstehe ich meine derzeitige Situation (z.B. aktuelle Krankheit, schwierige Lebenssituationen) und ihre Zusammenhänge?
  • Handlungsfähigkeit: Habe ich eigentlich die Ressourcen, um mit dieser Herausforderung umzugehen? Erlebe ich, dass den Anforderungen und Stressoren passende Ressourcen zur Bewältigung gegenüberstehen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten habe ich?
  • Sinnhaftigkeit: Die Fähigkeit, die Bedeutsamkeit zu fühlen: Ergibt das für mich alles einen Sinn? Erlebe ich die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen als lohnenswert und sinnvoll? Gibt es tragfähige, sinnstiftende Zusammenhänge? Welchen Sinn machen meine Aufgaben / macht mein Leben in Bezug auf wen und was und in Bezug auf meine eigenen Lebensentwürfe? 

Literatur: Antonovsky, A.: Health, stress, and coping, San Francisco : Jossey-Bass Publishers, 1991, ©1979

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Der Körper reagiert auf die Gedanken

Der Körper-Geist-Dualismus führt manchmal zu Problemen, denn wir sind ja eine Einheit und können davon ausgehen, dass unsere Psyche und unser Körper zusammenwirken und miteinander kooperieren. Und nur aus diesem Zusammenwirken kann Gesundheit und Wohlbefinden entstehen.

Genau genommen kann kein einziger Gedanke ohne körperliche Reaktion gefasst werden. Sobald wir denken, sind bestimmte Bereiche unserer Hirnzellen aktiv. Elektrische Impulse rasen an den Nerven entlang, chemische Reaktionen finden statt: So werden Hormone und Botenstoffe, die so genannte Neurotransmitter, ausgestoßen und zwar genau in den Mengen, die für mich in diesem Moment angemessen sind. Ohne, dass ich dabei bewusst darüber nachdenke – zum Glück. Denn das würde mich – also den analytischen Denker – heillos überfordern.  

Aber –  woher weiß der Körper eigentlich, welche und wie viel er von den einzelnen Substanzen braucht? Warum ist genau diese Zusammensetzung jetzt für meinen körperlichen und seelischen Zustand erforderlich und nützlich?

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Literaturempfehlung: Bauer, Joachim (2006): Das Gedächtnis des Körpers, Piper

Was die Verbundenheit mit uns macht

Beziehungsforscher haben die unterschiedliche Art und Weise, wie wir mit anderen umgehen und was wir von ihnen erwarten, zu so genannten Bindungsstilen zusammengefasst. Wesentlich geprägt wird diese Verbundenheit insbesondere in der Kindheit. So können auch Kinder, die in alles andere als förderlichen Lebensumständen aufwachsen, einen sicheren Bindungsstil entwickeln, wenn es zumindest eine Bezugsperson gibt, deren Augen allein durch die Existenz des Kindes zum Leuchten gebracht wurden.

  • Sichere Bindung
  • Unsicher-vermeidende Bindung
  • unsicher-ambivalente Bindung
  • unsicher-desorganisierte Bindung

Zahlreiche Forschungen haben diese Bindungsstile bestätigt und man ist sich heute ihrer weitreichenden Auswirkungen bis ins Erwachsenenleben sicher. 

Literatur:

Bowlby, J. (2010a): Bindung als sichere Basis. Grundlagen und Anwendung der Bindungstheorie. München: Ernst Reinhardt, GmbH & Co KG.

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Beziehungen halten gesund … und machen krank

Wenn Du gefragt wirst, was Du Dir im Leben am meisten wünscht? Was steht dann bei Dir ganz oben auf der Wunschliste?

Am meisten wünschen sich die Menschen „Gesundheit“ – in Zeiten von Corona keine schlechte Idee – dicht gefolgt von „einer erfüllten Partnerschaft und Menschen, von denen man geliebt wird und die man auch liebt“. Auch das spüren die meisten von uns in dieser kontaktreduzierten Zeit besonders – einige sogar sehr leidvoll.

Ein ausgewogenes Sozialleben, gute Freunde, auf die man sich verlassen und für die man da sein kann, sind einer der wesentlichen Sinnstifter im Leben und damit ein wichtiger Faktor für ein gesundes Leben.

Die Quintessenz gleich vorweg: Das Leben in einer glücklichen und stabilen Partnerschaft und in einem vertrauensvollen Freundeskreis wirkt sich auf die Gesundheit und Lebenserwartung mindestens genauso, wenn nicht sogar viel stärker aus, als viele medizinischen Maßnahmen. 

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Über die Aggression … “Ich will nicht als Arschloch sterben.”

Nicht nur ist Streit und Unfrieden in dieser Welt, die Aggression tobt auch häufig in uns. Oft drückt sich das in Selbstvorwürfen aus. Wenn wir glauben, dass wir versagt habe oder Unzufrieden sind, weil wir eine gute Gelegenheit verpasst haben, dann handelt es sich um Angriffe gegen uns selbst. 

Für den Neurowissenschaftler, Joachim Bauer, ist die ursprüngliche Funktion von Aggression der Schutz und die Bewahrung des eigenen Organismus und die Abwehr von Schmerz. Aggression steht im Dienste sozialer Beziehungen und dient deren Verteidigung. Aggression entsteht immer dann, wenn Bindungen bedroht sind, wenn sie nicht gelingen oder fehlen. Wenn wichtige Beziehungen gefährdet werden, durch Vertrauensentzug oder wenn Menschen sich aus der Gemeinschaft ausgeschlossen fühlen, reagieren sie mit Aggression.

Literaturempfehlung: Bauer, Joachim: Prinzip Menschlichkeit – warum wir von Natur aus kooperieren, Hoffmann und Campe Verlag

Hier geht’s zur Episode: Fairness, Solidarität und Kooperation … oder Gier frisst Hirn

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Wenn der Rücken schmerzt – Welcher Schmerztyp bist Du?

In dieser Episodenfolge erfährst Du,

… dass nicht nur das psychisches Erleben seinen direkten Niederschlag im äußerlich sichtbaren Körperausdruck findet sondern das Körpererleben auch der Auslöser für das psychisches Erleben ist.

… und anstatt zu fragen: “Was hast Du?“ – “Rückenschmerzen!”, es manchmal hilfreicher ist, zu fragen: „Was fehlt Dir?“ Vielleicht will mir der Schmerz etwas mitteilen, nämlich “kümmere Dich, da ist in deinem Leben zur Zeit etwas nicht in Ordnung?”

… und jeder seine eigene Art hat, Krankheiten und Schmerzen zu verarbeiten. Nur – nicht jede Bewältigungsstrategie ist für den Heilungsprozess günstig.

Hier mal ein Angebot von 4 verschiedenen Schmerztypen. Zu welchem Schmerztyp tendierst Du?

  • Die fröhliche Verdrängerin
  • Der verbissene Kämpfer
  • Der ängstliche Vermeider
  • Die positiv Einsichtige

Hier geht’s zur Episode “Ich sollte mehr auf meinen Körper achten”

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Reboarding: Nach Krankheit und Krise zurück in den Alltag

Die heutige Episodenfolge ist ein Interview mit Barbara Schlagenhauf. Barbara hat 2014 das Unternehmen Reboarding gegründet. Sie ist Expertin für die Re-Integration von Mitarbeitern und Führungskräften nach schwerer Krankheit und Krise und Sie arbeitet als Atemtherapeutin. 

Barbara hatte ich von einigen Monaten – noch vor Covid 19 – kontaktiert, da ich das Thema Reboarding sehr spannend und interessant finde und Sie auch gerne als Podcasterin für Brainfood for Leaders gewinnen wollte. Nun nachdem die Lockdown-Maßnahmen gelockert wurde, können wir endlich das Intervewiew führen.

Und darüber spreche ich mit Barbara:

  • Was  bedeutet Reboarding und weshalb gewinnt Reboarding in der heutigen Zeit zunehmend an Bedeutung?
  • Warum ist es wichtig, dass Menschen Unterstützung erhalten, wenn sie nach Krankheit und Krise in ihren Job zurückkehren?
  • Was beschäftigt Rückkehrer und Rückkehrerinnen und wovor haben sie am meisten Angst?
  • Wie können Unternehmen, Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen den Reboardingprozess unterstützen?
  • Und weshalb es ohne ihre persönliche Krise kein Reboardingangebot geben würde …

Mehr Informationen zu Reboarding und Barbara Schlagenhauf findest Du unter https://www.reboarding.de und Barbara.schlagenhauf@reboarding.de

Mehr Informationen zum Thema Reboarding

Kontext Person und Betrieb/Organisation:

Human Resources Manager Magazin “Wie erfolgreiches Reboarding gelingt”: https://www.humanresourcesmanager.de/news/wie-erfolgreiches-reboarding-gelingt.html

Crashkurs Betriebliches Eingliederungsmanagement: Strategie – Organisation – Gesprächsführung – 20. August 2020 von Susanne Weiß

Anders gesund – Psychische Krisen in der Arbeitswelt: Prävention, Return-to-Work und Eingliederungsmanagement von Ralf Stegmann, Ute B. Schröder, et al. | 13. Dezember 2017

Für Jedermann/-frau: 

Verletzlichkeit macht stark: Wie wir unsere Schutzmechanismen aufgeben und innerlich reich werden – 20. März 2017, von Brené Brown 

Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher, Taschenbuch – 21. Februar 2013, von Gerald Hüther

CD: Die Melodie des eigenen Lebens finden – Diagnose Krebs – Wendepunkt und Neubeginn von Lawrence LeShan, Wolf Büntig 

Warum Burnout nicht vom Job kommt: Die wahren Ursachen der Volkskrankheit Nr. 1 von Helen Heinemann | 1. April 2019

Zum Weiterlesen:

Die Kunst der Selbstmotivierung: Neue Erkenntnisse der Motivationsforschung praktisch nutzen – 5. September 2013, von Jens-Uwe Martens und Julius Kuhl 

Gelassenheit durch Auflösung innerer Konflikte: Mentale Selbstregulation und Introvision – 28. Juli 2011, von Angelika C. Wagner 

Artikel – Posttraumatisches Wachstum – Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie volume 19, pages21–33(2020): https://link.springer.com/article/10.1007/s11620-020-00525-5  SpringerLink -Posttraumatic growth von Judith Mangelsdorf 

Artikel – “Wie verändern sich Menschen?” von Klaus Eidenschink; die bislang erschienenen Artikel der laufenden Serie findest Du auf LinkedIn … hier geht es zu Teil 1: https://www.linkedin.com/pulse/sich-unterdrücken-und-designen-oder-zulassen-ist-klaus-eidenschink/

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5 Antreiber, die uns das Leben zur Hölle machen können | Teil 2

Im 1. Teil haben wir das transaktionsanalytische Modell der Antreiber kennengelernt:

  • „Sei perfekt!“
  • „Sei stark!“
  • „Beeil Dich!“
  • „Mach´s allen recht!“
  • „Streng Dich an!“

Diese Antreiber sind kindlich-maßlos und haben immer einen tieferen emotionalen Hintergrund, der meist aus der Beziehung zu den Elternpersonen stammt. Eine Lösung im Umgang mit Antreibern liegt darin, sich anders zu verhalten und zu akzeptieren, dass man auch mit diesem veränderten Verhalten erfolgreich und „OK“ ist. Wollen wir uns von der inneren Tyrannei dieser Antreiber befreien, ist es nützlich und hilfreich, innere Gegenprogramme zu aktivieren, indem man sich passende „Erlaubnisse“ zugesteht.  Erlaubnisse und Bestätigungen, die man als Kind vermutlich nur unzureichend erhalten hat. Man bekommt so mehr Ruhe vor Antreibern.

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Wenn Du an Trainingskonzepten interessiert bist, findest Du hier weitere Anregungen: https://www.mytraintools.de/trainingsmodule/

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Literatur: Die Transaktionsanalyse: Stewart Ian, Jones Vann, Herder-Verlag