Das Leben – einige flüchtige Gedanken

Jede Lebensphase hat so Ihre eigene Überschrift. In der Phase der Lebensmitte – ich bin 50 plus und damit schon über die Mitte hinaus – wird häufig Bilanz für den bisherigen Lebensverlauf gezogen. Erfolge, aber auch Fehlentscheidungen und Enttäuschungen werden deutlich. Häufig lohnt sich ein wertschätzender Blick zurück, bevor man sich der Gegenwart und der Zukunft widmet. Insbesondere da die kommende Zeit sich etwas gestaucht anfühlt.

Wenn wir älter werden, spüren wir immer stärker, dass wir sterblich sind und fangen an über unser Leben nachzudenken. Ist es ein glückliches Leben? War es erfolgreich? Hat es sich gelohnt? Was auch immer ich mit „lohnen“ und „Erfolg“ meine.

Vielleicht denke ich mit einem gewissen Lustgefühl daran, welchen Besitz ich angesammelt habe oder betrachte hohes Alter und Lebensqualität als Beleg für ein erfolgreiches Leben. Und natürlich will ich auch auf keinen Genuss und keine Bequemlichkeit verzichten, die ich mir nun einmal so hart erarbeitet habe.

Doch was ist der Sinn des Lebens? Wozu bin ich hier? 

Robert Walser: Sechzehnter Band: Träumen. Prosa aus der Bieler Zeit. 1913–1920 https://www.suhrkamp.de/buch/robert-walser-saemtliche-werke-in-zwanzig-baenden-t-9783518376164

Warum die EU dein Leben in Geld berechnet | beta stories | Doku | BR

https://www.youtube.com/watch?v=C5EUZw9COOc

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Resilienz

Resilienz wird verstanden als psychische Widerstandskraft, um beispielsweise mit den Belastungen und Turbulenzen des Lebens umgehen zu können und sich so eine seelische Gesundheit zu bewahren – also Widerstandskraft, Anpassungsfähigkeit, Regenerationsfähigkeit.

Resilienz ist ein dynamischer und lebenslanger Lern-Prozess, der sich im Laufe meines Lebens im Wechselspiel zwischen mir und meiner Umwelt entwickelt.

  • Wie stark sind deine Resilienz-Ressourcen entwickelt?
  • Wie gut findest Du bei Schwierigkeiten wieder das Gleichgewicht und einen Lösungsfokus?
  • Wie schätzt Du deine persönliche Widerstandsfähigkeit bei Krisen, Rückschlägen, Niederlagen und seelischen Verletzungen ein?

Hier geht es zu den Episoden von Dr. Theresia Tauber:

https://www.brainfood-for-leaders.com/gute-frage-woher-weiss-ich-was-ich-wirklich-denke/

https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-meditation-haelt-meine-konzentration-wach/

https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-mediation-unterstuetzt-soziale-beziehungen/

Mitgefühlmeditation

https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-meditation-macht-kreativ-vier-vorschlaege/

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Salutogenese – Was uns gesund erhält

Der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe und Stressforscher Aaron Antonovsky (1923-1994) ist der Begründer der Salutogenese.  Der Begriff Salutogenese setzt sich zusammen aus salus = Gesundheit und genese = Entstehung.

Antonovsky versuchte herauszufinden, warum Menschen trotz vieler potentieller Belastungen gesund bleiben. Sein Blick ergänzt den Krankheits-Fokus unserer klassischen Medizin „Wie entsteht Krankheit?“ um die präventiv nützliche Frage: “Wie und wodurch entsteht Gesundheit?

Die Salutogenese basiert auf drei Komponenten, die man auch als Fähigkeiten beschreiben kann.

  • Verstehbarkeit: Die Fähigkeit zu verstehen, was sich momentan in meinem Leben alles tut. Erlebe ich die Herausforderungen meiner Umwelt als verständlich, überschaubar und vorhersagbar? Wie beschreibe, erkläre, verstehe ich meine derzeitige Situation (z.B. aktuelle Krankheit, schwierige Lebenssituationen) und ihre Zusammenhänge?
  • Handlungsfähigkeit: Habe ich eigentlich die Ressourcen, um mit dieser Herausforderung umzugehen? Erlebe ich, dass den Anforderungen und Stressoren passende Ressourcen zur Bewältigung gegenüberstehen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten habe ich?
  • Sinnhaftigkeit: Die Fähigkeit, die Bedeutsamkeit zu fühlen: Ergibt das für mich alles einen Sinn? Erlebe ich die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen als lohnenswert und sinnvoll? Gibt es tragfähige, sinnstiftende Zusammenhänge? Welchen Sinn machen meine Aufgaben / macht mein Leben in Bezug auf wen und was und in Bezug auf meine eigenen Lebensentwürfe? 

Literatur: Antonovsky, A.: Health, stress, and coping, San Francisco : Jossey-Bass Publishers, 1991, ©1979

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Der Körper reagiert auf die Gedanken

Der Körper-Geist-Dualismus führt manchmal zu Problemen, denn wir sind ja eine Einheit und können davon ausgehen, dass unsere Psyche und unser Körper zusammenwirken und miteinander kooperieren. Und nur aus diesem Zusammenwirken kann Gesundheit und Wohlbefinden entstehen.

Genau genommen kann kein einziger Gedanke ohne körperliche Reaktion gefasst werden. Sobald wir denken, sind bestimmte Bereiche unserer Hirnzellen aktiv. Elektrische Impulse rasen an den Nerven entlang, chemische Reaktionen finden statt: So werden Hormone und Botenstoffe, die so genannte Neurotransmitter, ausgestoßen und zwar genau in den Mengen, die für mich in diesem Moment angemessen sind. Ohne, dass ich dabei bewusst darüber nachdenke – zum Glück. Denn das würde mich – also den analytischen Denker – heillos überfordern.  

Aber –  woher weiß der Körper eigentlich, welche und wie viel er von den einzelnen Substanzen braucht? Warum ist genau diese Zusammensetzung jetzt für meinen körperlichen und seelischen Zustand erforderlich und nützlich?

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Literaturempfehlung: Bauer, Joachim (2006): Das Gedächtnis des Körpers, Piper

Gute Frage: Wann hat Warten ein Ende? Zweite Antwort

Auf die „Gute Frage“ zum Thema Warten gibt es mehr als nur eine Antwort. Meine Antwort heute konzentriert sich auf das Phänomen „Gegenwart“. Immer da, wo Du ganz präsent bist, ganz gegenwärtig, gibt es kein Warten. Das ist kein trendiges Gerede, ich habe es in echten Extremsituationen selbst erfahren. „In der Gegenwart sein“ bedeutet Vertrauen, bedeutet Ehrlichkeit. Und erlöst vom Warten genauso wie von der gruseligen Begleitmusik: Wut, Hilflosigkeit, Angst.

Meine erste Antwort findest Du hier: https://www.brainfood-for-leaders.com/gute-frage-wann-hat-das-warten-endlich-ein-ende/

Mehr zum Thema „Präsenz“ findest Du in folgendem Buch, Seite 100, Kapitel „Präsenz und ihre vier positiven Effekte“:  Narbeshuber, Esther und Johannes; Mindful Leader; Wie wir die Führung für unser Leben in die Hand nehmen und uns Gelassenheit zum Erfolg führt. Auf dieser Seite ihrer Homepage ist der Link zum Buch https://www.mindfulleadership.at/meditationsanleitung/

Ein 2-Minuten Statement von Jon Kabat-Zinn zum Thema “Acceptance of the Present Moment“, wo es auch darum geht, sich neue Handlungsspielräume zu eröffnen https://youtu.be/99WMyWD9qm0 und ein 4- Minuten Statement, inwiefern ihm Mindfulness Meditation hierbei hilft https://youtu.be/iGJLNNYUXYk

Wenn Du Achtsamkeits-Meditation einmal ausprobieren willst, findest Du hier Einsteiger-Übungen von mir als Video
Den Atem kennenlernen: https://youtu.be/u7rfhTMzyOA  
Atem zählen: https://youtu.be/RfPrOXvw6H0  
Atmen und sehen: https://youtu.be/ZPa-SwMkAGo  

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Gute Frage: Wann hat das Warten endlich ein Ende?

Warten ist schon immer ein Reizthema. Ohnmacht, Aggression, Angst, mindestens aber Unsicherheit, sind die „Begleitmusik“. Es geht auch anders. Du musst nicht im Warten gefangen sein. Hast Du fünf Minuten und 22 Sekunden? So lange brauche ich für meine erste Antwort auf diese „Gute Frage“.

Danke an Rainer Pieritz https://www.zwischenraum.org/institut/leitung/ , unerschöpfliche Quelle von Ideen für immer neue Handlungsspielräume, wo andere nur Zwänge sehen.

Eine zweite Antwort auf diese Frage habe ich inzwischen auch veröffentlicht und zwar hier: https://www.brainfood-for-leaders.com/gute-frage-wann-hat-warten-ein-ende-zweite-antwort/

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Gute Frage: Wie mache ich Megastress kleiner?

Wusstest Du, dass ein entscheidender Faktor bei Stress die Frage ist, ob Du noch Handlungsoptionen siehst? Unser Gehirn unterscheidet auf gewissen Ebenen nicht zwischen lebensbedrohlichem oder anderem Stress, wohl aber zwischen Ausweg – kein Ausweg.

In diesem Podcast will ich Dir mit vier wahren Fallgeschichten Mut machen, kreative Ideen für Auswege zu finden. So wird aus einer Situation, die Megastress in Dir auslöst, eine Situation, mit der Du zurechtkommst. Bei einem dieser Fälle – der Sache mit der Wand – danke ich Rainer Pieritz, ohne dessen Resonanz die Wand wohl weiß geblieben wäre. Was ich damit sagen will: Manchmal kommst Du alleine nicht auf neue Handlungsoptionen. Schau Dich um, wer Dich unterstützen kann.

Mit “Gute Frage” starte ich in unserem Podcast eine Serie von Episoden. In jeder davon geht es um eine Frage, auf die es keine einzelne richtige Antwort gibt. Ich gebe Dir meine, im Leben erprobte Antwort.

Wie sieht Deine Antwort aus?

Rock, David; Your Brain at Work; Strategies for overcoming Distraction, Regaining Focus, and Working Smarter All Day Long, N.Y. 2009; deutsche Version Beruf-Erfolg Your Brain at Work speziell Kapitel 8.

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Dankbarkeit: Für was und wem gegenüber?

Wie lautet das Zauberwort?

Danke!

Vielleicht bist Du ja auch so gut erzogen wie ich und bedankst Dich für fast „Alles“. Wenn die Kassiererin im Supermarkt Dir das Wechselgeld zurückgibt. Wenn dein Chef Dir mitteilt, dass er sich für deine Gehaltserhöhung so mächtig ins Zeug gelegt hat, aber leider aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung keine Gehaltserhöhungen möglich sind. Wenn der Telefonverkäufer Dir unaufgefordert und mit einer aufdringlichen Penetranz seine Finanzprodukte aufzwingen möchte.

Mein „Danke“ kommt schon reflexhaft hervor … ich bin halt ein höflicher Mensch. Aber haben diese Dankbarkeitsbekundungen etwas mit echter Dankbarkeit zu tun?

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Literatur:

  • Watzlawick, Paul: Vom Schlechten des Guten, dtv

Welche Meditation hilft mir bei Stress – Teil 2: Beispiele

Finde hier Teil eins mit Forschungsergebnissen (Hirnforschung und mehr) zum Thema Stress Resilienz durch Mindfulness: https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-meditation-hilft-bei-stress-teil-1/

hier meine Episode über Mindfulness für Kreativität: https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-meditation-macht-kreativ-vier-vorschlaege/

hier meine Episode über Mindfulness und Konzentrationsfähigkeit: https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-meditation-haelt-meine-konzentration-wach/

Und hier meine Episode zu Mindfulness und soziale Beziehungen https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-mediation-unterstuetzt-soziale-beziehungen/

Finde hier unsere neuesten podcasts: https://www.brainfood-for-leaders.com/podcast/

Bodyscan: die sinnvollste Weise zu meditieren, wenn Du Stress dauerhaft etwas entgegensetzen willst

Bodyscan seated (von mir, Theresia Tauber): https://www.youtube.com/watch?v=gf8KD1fMUpI

Bodyscan mit Jon_Kabat-Zinn während der Corona Pandemie, 17.4.2020 https://www.youtube.com/watch?v=z4Q7aTjG-b4&t=347s

Achtsamkeits-CDs von Jon Kabat-Zinn: https://www.mindfulnesscds.com/

Mehr wissenschaftliche Details zu dem, was ich sagte:

In Teil 1 dieses Podcasts habe ich umfangreiche Shownotes mit Forschungsdesigns, Forschungsergebnissen und Literaturliste beigefügt. In diesen Shownotes geht es weiter mit Forschungsergebnissen und Literatur, die im ersten Teil noch keinen Raum fanden.

Den schönen Hinweis auf die Zen-buddhistische Haltung „Grandmother Mind“ habe ich Chade-Meng Tan’s Buch auf Seite 38 (engl Ausgabe) gefunden, im Unterkapitel „Practice Mindfulness Meditation“.

Die Erkenntnis, dass Entscheidungen nicht im „denkenden“ Teil des Gehirns getroffen werden, also im Neocortex, sondern dass dies im limbischen System geschieht, verarbeiten fast alle Forscher und Autoren zum Thema Mindfulness. Es wird aber auch klar (aus der Hirnforschung), dass die Impulse aus dem limbischen System dem kognitiven System ein Zeitfenster von ca. 0,2 Sekunden geben, um ein Veto einzulegen. Zwischen Impuls aus dem limbischen System und der tatsächlichen Handlung liegt eine halbe Sekunde. 0,3 Sekunden benötigt der kognitive Apparat, um zu begreifen, was im Gange ist, bleiben noch 0,2 Sekunden für das Veto. Oder wie David Rock in „scene 4: Putting on the Brakes“ Jeffrey Schwartz zitiert: „You may not have much free will, but you do have a free won’t“ (frei übersetzt: „Du magst nicht viel freien Wille haben, aber Du hast immerhin einen freien Will-Nicht!“

Zum Labelling: Durch Labelling geschieht Disidentifikation mit einem unerwünschten Impuls oder Gefühl. Wenn ich sage „Ich habe so schlimmen Liebeskummer, dass ich tot sein will!“, dann bin ich mit meinem Gefühl vollständig identifiziert. Ich „klebe“ sozusagen daran fest und bin gefangen. Wenn es mir gelingt zu sagen: „Liebeskummer entfaltet sich“ (zugegeben, es klingt irgendwie bescheuert, ist aber dennoch hilfreich), dann habe ich inneren Abstand. Die Person, welche die Entfaltung von Liebeskummer interessiert, aber neutral betrachtet, die hat ja KEINEN Liebeskummer. Ich kann auch noch weiter gehen, und noch genauer beobachten, wodurch das überwältigende Kummergefühl sich weiter in Einzelteile auflöst. „Da ist eine Weichheit und Kraftlosigkeit in den Knien.“ / „Da ist eine wie zugeschnürte Brust.“/ „Da sind Hitzeimpulse, die mit hoher Energie kreuz und quer schießen.“ / „Da sind Tränen, die von irgendwo mitten im Kopf zu den Augen aufsteigen“ Und wenn Du aufmerksam mitliest, dann spürst Du vielleicht, dass im letzten Satz sogar schon eine Neugier mitschwingt, nämlich die neugierige Frage, wo denn wohl im Kopf die Tränen entstehen mögen, ehe sie in die Augen kommen. Diese Neugier ist definitiv ein anderes Gefühl als Liebeskummer. Wer aber mit einem einzelnen Gefühl identifiziert ist, wird betriebsblind, gerät wie in einen Tunnel. Labelling verschafft Abstand und Weitblick.

Zum Neubewerten (reappraisal, reframing): Der Erfolg des MBSR Programms (siehe nächster Absatz) wie auch vieler Formen von Psychotherapie beruht ja genau darauf, dass Ereignisse oder Situationen nicht ungeschehen gemacht werde, sondern dass Du ihnen einen anderen Platz in Deinem Lebenskonstrukt zuweist. Wenn es Dir wirklich schlecht geht, versuch es lieber mit Hilfe eines Therapeuten statt alleine. Jedoch ist Das Buch von Jon Kabat-Zinn voll von Beispielen von Menschen, denen Mindfulness half, anders mit ihrer Krankheit, ihrer Angst usw. umzugehen (Teil IV des Buches „The Applications: Taking On the Full Catastrophe“, aber auch Teil I, Kap 4 über den Bodyscan, am Besipiel von Mary’s Geschichte)

Was ist MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction) und wer ist der von mir hier viel zitierte Jon Kabat-Zinn? MBSR wurde schon 1979 erfunden wurde (von Jon Kabat-Zinn) und ist seither nicht nur bei Meditierenden generell beliebt, sondern wird auch in vielen Kliniken und Reha-Einrichtungen weltweit als begleitende Therapie bei chronischen Erkrankungen, Schmerz, Depression, Angststörung. Burnout usw. sehr erfolgreich eingesetzt. Jon war eigentlich Professor für Molekular-Biochemie, seit 1979 aber auch Gründer der Stress Reduction Clinic am MIT in Harvard, für den Rest z.B. hier mehr Info: https://www.mindfulnesscds.com/pages/about-the-author

Das, was geschieht, wenn ein Stressor im Gehirn verarbeitet wird, ist in vielen Büchern erklärt, besonders übersichtlich und dabei humorvoll aber im Buch der Narbeshubers auf S. 33 ff „Vom Strudelwurm zum Homo Sapiens“, in allen Details und hochwissenschaftlich bei Jon Kabat-Zinn S. Grafik auf S. 308 (The Stress Reaction Cycle) und S.337 (Coping with stress – responding vs. Reacting)

Zitierte Literatur

Davidson/ Goleman; Altered Traits, the book where you find a survey of all important studies in neuroscience to determine if and how the mind – or mindfulness – can change the brain and even seemingly stable character traits https://www.richardjdavidson.com/altered-traits

Kabat-Zinn, Jon; Full Catastrophe Living; Using the Wisdom of Your Body and Mind to Face Stress, Pain and Illness. https://www.barnesandnoble.com/w/full-catastrophe-living-jon-kabat-zinn/1100619932

Narbeshuber, Esther und Johannes; Mindful Leader; Wie wir die Führung für unser Leben in dei Hand nehmen und uns Gelassenheit zum Erfolg führt. Auf dieser Seite ihrer Homepage ist der Link zum Buch https://www.mindfulleadership.at/meditationsanleitung/

Rock,David; Your Brain at Work; Strategies for overcoming Distraction, Regaining Focus, and Working Smarter All Day Long, N.Y. 2009; https://www.harpercollins.com/9780061771293/your-brain-at-work/ deutsche Version: https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/karriere/beruf-erfolg/brain_at_work-3884.html

Tan, Chade-Meng; Search Inside Yourself. The unexpected path to achieving success, happiness (and world peace); N.Y. 2012 Auch auf Deutsch erhältlich. Das Buch ist mit soviel Humor und Selbstironie geschrieben, wie der Titel schon erahnen lässt. Es ist Grundlage der bei Google und später bei SAP so erfolgreich ausgerollten Workshops mit semselben Namen, bietet also ein wenig pfiffig aufbereitete Theorie, aber noch mehr praktische Übungen und jede Menge Motivation.

Erfahre mehr über Theresia Tauber, Karo Schuler und Thomas Geus
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Welche Meditation hilft bei Stress? Teil 1

Finde unter folgendem Link Teil zwei mit genaueren Beschreibungen, welche Art von Mindfulness gegen Stress hilft: https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-meditation-hilft-mir-bei-stress-teil-2-beispiele/

hier meine Episode über Mindfulness für Kreativität: https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-meditation-macht-kreativ-vier-vorschlaege/

hier meine Episode über Mindfulness und Konzentrationsfähigkeit: https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-meditation-haelt-meine-konzentration-wach/

Und hier meine Episode zu Mindfulness und soziale Beziehungen https://www.brainfood-for-leaders.com/welche-mediation-unterstuetzt-soziale-beziehungen/

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Bodyscan: die sinnvollste Weise zu meditieren, wenn Du Stress dauerhaft etwas entgegensetzen willst

Bodyscan seated: https://www.youtube.com/watch?v=gf8KD1fMUpI

Mehr wissenschaftliche Details zu dem, was ich sagte:

In einem 20-Minuten Podcasts kann ich unmöglich auch nur annähernd alles aufführen, was die Forschung der letzten 10-20 Jahre zum Thema Achtsamkeit und Stress Resilienz herausgefunden hat. Deswegen füge ich weitere Punkte in diese Shownotes ein. Die Literaturliste ist am Schluss.

Studien zu Mindfulness: Laut Davidson/Goleman 2017, S.14 werden derzeit allein in englischer Sprache jährlich über 1000 Studien zu den Effekten von Mindfulness publiziert. Nur ein kleiner Teil hiervon genügt allerdings wissenschaftlichen „Goldstandards“ wir z.B. randomisierte (und trotzdem nach Gender, Alter etc. vergleichbare) Gruppen, aktive Kontrollgruppe, Blind- und Doppelblind-Designs. Die von mir verwendeten Publikationen entsprechen jedoch den wissenschaftlich erforderlichen Standards. Teilweise gibt es auch schon genügend Wiederholungen und vergleichbare Forschung, dass auch schon Metastudien existieren, etwa zu der Frage, wie Mindfulness Meditation sich auf das Immunsystem, die Widerstandskraft gegen Entzündungen auswirkt. Oder generell auf Stress-Symptome.

Als Testgruppe werden häufig Personen gewählt, die einen achtwöchigen MBSR Kurs absolviert haben. (Mindfulness Bases Stress Reduction). Das liegt daran, dass MBSR schon 1979 erfunden wurde (von Jon Kabat-Zinn) und seither nicht nur bei Meditierenden generell beliebt ist, sondern auch in vielen Kliniken und Reha-Einrichtungen weltweit als begleitende Therapie bei chronischen Erkrankungen, Schmerz, Depression, Angststörung. Burnout usw. sehr erfolgreich eingesetzt wird.

Das Einstiegsbeispiel über Antilopen, deren Stresslevel sofort wieder sinkt, sobald die Löwin erst einmal eine aus der Herde erlegt hat, habe ich in dem Buch „Mindful Leader“ von Esther und Johannes Narbeshuber gefunden (S.75). Die Autoren sind es auch, welche immer wieder betonen, wie durch hohen Stress das kognitive und das somatische System dissoziieren, also sich voneinander trennen (z.B. S.47). Anders gesagt: Der „Kopf“ bekommt überhaupt nicht mehr mit, was im Körper geschieht oder mit der Motivation, den Instinkten, den Antrieben, dem Wollen, den Emotionen, den Vorlieben und Abneigungen. Was Körper und limbisches System im Gehirn (zusammen das somatische System) nicht hinnehmen und für gewöhnlich immer stärkere Warnsignale senden, bis hin zu Burnout und schweren psychosomatischen Erkrankungen. In diesem Buch findet man auf den ersten 100 Sachen weitere geballte Informationen zu genau dieser Fragestellung. Und ab Seite 238 Tipps zur Meditation mit Bezug zu Stress Resilienz.

Auch spannend mit Blick auf Stress bei Tieren und Menschen im Vergleich: Sapolsky; Warum Zebras keine Migräne kriegen.

Zu dem Unterschied zwischen „Schaltkreisen direkter Wahrnehmung“ und den „narrativen Schaltkreisen“ im Gehirn weiß man eigentlich erst besser Bescheid, seit man das Gehirn im MRT besser bei der Arbeit beobachten kann, und dabei feststellt, dass im Neocortex die Zellen in 6 Schichten übereinander angeordnet sind. Immer sechs übereinanderliegende Zellen bilden eine kortikale Säule. Jeweils die unteren drei Zellen sind für die pure Registrierung von Signalen zuständig, sie nehmen bottom-up auf, ohne das Geringste zu verstehen. Die drei Zellen darüber sind für die Interpretation und Bewertung zuständig, top-down. Diese oberen drei Zellen und ihre Vernetzung bilden „narrative Schaltkreise“. Wenn sie im Vergleich zu den Wahrnehmungs-Schaltkreisen zu stark genutzt werden, verfälschen sie das, was tatsächlich wahrgenommen wurde, massiv. Im Fall von Stress und Burnout sind die narrativen Schaltkreise für Katastrophenphantasien zuständig. Gerne „erzählen“ sie dem Inhaber des Gehirns auch, dass ein wahrgenommener Misserfolg allein auf sein oder ihr persönliches Versagen zurückzuführen sei und dass sich daran NIE etwas ändern werde, dass er oder sie IMMER versagen werde…. Und bei einem Erfolg erzählen sie ihm oder ihr, das sei purer Zufall gewesen, Glück, ein Ausrutscher, nichts, worauf Du Dich verlassen könntest. Über die narrativen Schaltkreise findest Du mehr in Siegel, Kap 15 (15-6) (Nicht Kapitel 31, da geht es um andere Arten von „Narrativen“), vor allem aber auch bei David Rock, S. 92-96 engl. Ausgabe

Die Entdeckung, dass seelischer Schmerz im Gehirn an denselben Stellen Aktivität auslöst wie körperlicher Schmerz und der Hinweis, dass ein ERINNERTER seelischer Schmerz fast dieselben elektrochemischen Muster im Hirn auslöst wie ein akut erfahrener, stehen ebenfalls bei Rock, engl. Ausgabe S.196, er zitiert dort eine Untersuchung von 2008, von Chen und anderen.

Der Test am Medoc thermal stimulator, um zu erfahren, wie Stress schon VOR dem Eintreten eines befürchteten unangenehmen Ereignisses im Körper messbar wird (und wie im Gegenzug erfahrene Zen Meditierende ein anderes Muster zeigen, ohne vorauseilenden Stress), wurde 2011 durchgeführt und ist zitiert bei Davidson/ Goleman, S. 89 und 90. Er zitert dort einen Artikel von Joshua Grant in der Zeitschrift „Pain“. Dabei zeigte sich noch eine weitere Besonderheit: Während der Körper durchaus auf den Schmerzreiz reagierte, als er eintrat, wurden im Gehirn nicht alle Regionen aktiviert wie bei nicht-meditierenden Probanden. Das Schmerzzentrum selbst war aktiviert, aber nicht andere Zentren, die mehr damit zu tun haben, aufgrund eines Schmerzes zu leiden oder verzweifelt zu sein. Mehr dazu findet sich auch bei Jon Kabat Zinn, engl. Ausgabe S. 369 im Kapitel „Your Pain Is Not You“. Dort zitiert er auch eine eigene Untersuchungsserie, die sogar schon von 1986 stammt! Und wo er Ergebnisse von 4 Jahren Arbeit mit Schmerzpatienten (Behandlung mit MBSR) zusammenfasst

Neuroimmunologie, also Zusammenhänge zwischen Meditation und Infektion, mittels des Trier Social Stress Test zu untersuchen, ist das Verdienst von Melissa Rosenkranz, (mehr auch in Rock, S. 168-172) aber auch Clifford Saron hat viel hierzu geforscht (derzeit, seit Juni 2020, untersucht er gerade die Zusammenhänge von Mindfulness Meditation und der individuellen Bewältigung der Corona Krise).

Schon 2007 erforschte in China Tang Yiyuan die Entwicklung der Immunität bei einer Gruppe von Meditierenden und einer Kontrollgruppe, die Entspannungstechniken lernte. Laut Rock S. 91 stellte sich dabei heraus, dass die Immunität der Mindfulness Meditierenden signifikant ausgeprägter war als die der Personen, welche nur Entspannungstechniken praktizierten.

Das, was geschieht, wenn ein Stressor im Gehirn verarbeitet wird, ist in vielen Büchern erklärt, besonders übersichtlich und dabei humorvoll aber im Buch der Narbeshubers auf S. 33 ff „Vom Strudelwurm zum Homo Sapiens“, in allen Details und hochwissenschaftlich bei Jon Kabat-Zinn S. Grafik auf S. 308 (The Stress Reaction Cycle) und S.337 (Coping with stress – responding vs. Reacting)

Zu Neuroplastizität, Epigenetik und Telomerase-Produktion – also zu all den Themen, wo das Meditieren physisch messbare Veränderungen in unseren Nervenzellen hinterlässt – ist in zwei Büchern viel gut zusammengefasst: 1. Bei Davidson/ Goleman im Kapitel 9 „Mind, Body and Genome“ (Richard Davidson war 2019 auf Vortragsreise in Deutschland mit seinem Thema „You can change your brain by changing your mind“). 2. Bei Kabat-Zinn in Kapitel 14 „Doctors, Patients and People: Moving Toward a Unified Perspective on Health and Illness“.

Den Zufallsbefund von den langlebigeren, weil gestreichelten, Versuchskaninchen im Labor der University of Ohio berichtet Jon Kabat-Zinn auf S.265 (Kapitel Mind and Body, Unterkapitel Social Influences on Health).

Und die Geschichte von dem Mann, der unter Stress Superkräfte entwickelte und ein Kind unter einem gusseisernen Rohr hervorzog (ich spreche von einem umgefallenen Auto, sorry, stimmt nicht, die 900 Kilo, die stimmen aber, laut Boston Globe und Jon), bringt er auf S. 317, Kapitel „Stress“, Unterkapitel „Stuck in Stress Reactivity“

Zitierte Literatur

Chen/ Williams/ Fitness/ Newton „When Hurt Will not Heal“ in Psychological Science 19, No.8, 2008 S. 789-95

Davidson/ Goleman; Altered Traits, the book where you find a survey of all important studies in neuroscience to determine if and how the mind – or mindfulness – can change the brain and even seemingly stable character traits https://www.richardjdavidson.com/altered-traits

Grant, Joshua et. Al; A Non-Elaborative Mental Stance and Decoupling of Executive and Pain Related Cortices Predicts Low Pain Sensitivity in Zen Meditators; Pain 152, (2011), S. 150-56

Kabat-Zinn, Jon; Full Catastrophe Living; Using the Wisdom of Your Body and Mind to Face Stress, Pain and Illness. https://www.barnesandnoble.com/w/full-catastrophe-living-jon-kabat-zinn/1100619932

Kabat-Zinn / Lipworth/ Burney/ Sellers; “Four-year follow-up of a meditation-based program for the self-regulation of chronic pain” in Clinical Journal of Pain 1986;2 S. 159-173

Narbeshuber, Esther und Johannes; Mindful Leader; Wie wir die Führung für unser Leben in dei Hand nehmen und uns Gelassenheit zum Erfolg führt. Auf dieser Seite ihrer Homepage ist der Link zum Buch https://www.mindfulleadership.at/meditationsanleitung/

Rock,David; Your Brain at Work; Strategies for overcoming Distraction, Regaining Focus, and Working Smarter All Day Long, N.Y. 2009; https://www.harpercollins.com/9780061771293/your-brain-at-work/ deutsche Version: https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/karriere/beruf-erfolg/brain_at_work-3884.html

Rosenkranz, Melissa et al; „Reduced Stress and Inflammatory Responsiveness in Experienced Meditators Compared to a Matched Healthy Control Group” in Psychoneuroimmunology 68 (2016), S. 117-25

Sapolsky, Robert; Why Zebras Don’t Get Ulcers, N.Y: 3.Auflage 2004, deutsch: Warum Zebras keine Migräne kriegen.  

Saron, Clifford; “Training the Mind – The Shamata Project” in Fraser, hrsg; The Healing Power of Meditation (Boston 2013, S.45-65)

Siegel, Daniel; Pocket Guide to Interpersonal Neurobiology. Dig deep: What do different sciences have to say about the mind and its relationship to the brain or to influencing social factors? What can neuroscience show? https://www.drdansiegel.com/books/pocket_guide_to_interpersonal_neurobiology/ deutsche Version https://www.arbor-verlag.de/b%C3%BCcher/interpersonelle-neurobiologie-therapie-und-lebenshilfe/handbuch-der-interpersonellen

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