Mitarbeiterbeurteilung – doch wer beurteilt den Beurteiler?

Wer kennt sie nicht, die Beurteilungsgespräche mit dem Vorgesetzten, die meist einen schalen Beigeschmack hinterlassen und die Unzufriedenheit und Frustration nur noch mehr verstärken. Wer kennt sie nicht, diese substanzlosen, diffusen Einschätzungen der Arbeitsleistung beim jährlichen Mitarbeitergespräch. Wer kennt sie nicht diese einmal im Jahr stattfindenden Diskussionen über die Kreuzchen auf den nichtssagenden Bewertungsskalen. 

Die Beurteilung der Mitarbeiterleistung ist eine der primären Aufgabe von Führungskräften. Bei der Beurteilung erhält der Mitarbeiter Rückmeldung zu seiner Leistung und zu seinem Verhalten bei der Leistungserbringung,  sowie Anregungen zu Veränderungen und zu seiner Weiterentwicklung. Die Beurteilung ist häufig auch Bemessungsgrundlage für leistungsabhängige Entlohnungsbestandteile.

Ein Nachteil dieser Form der Fremdbeurteilung liegt darin, dass Urteile über eine andere Person meist mehr über den Beurteiler oder die Beziehung des Beurteilers zur beurteilten Person aussagen. 

Also wer überprüft den Beurteiler bei seiner Mitarbeiterbeurteilung?

Bei Beurteilungen spielen Wahrnehmungsverzerrer und Störfaktoren eine wichtige Rolle und sind vom Beurteiler immer wieder zu beachten. Hier eine kleine Auswahl:

  • Vorurteile und der ersten Eindrucks
  • Das Andorra Phänomen – man wird so, wie man beurteilt wird
  • Der Pygmalioneffek – Sich-selbsterfüllende Prophezeihung
  • Projektionen – Suche nach einem Sündenbock
  • Das eigene Menschenbild
  • Halo-Effekt – Wenige Eindrücke überstrahlen die Beurteilung

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Mehr Informationen zu Thomas Geus: www.mtt.de

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